| Color: dkb/br Height: 168 cm
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Anfang der 70er Jahre, als sich die Vollbluteinkreuzung in der Holsteiner Zucht auf dem Höhepunkt befand, schien es der Zuchtleitung an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Um diese Zeit gewannen auch in Oldenburg die beiden fuchsfarbenen Anglo-Normannen Furioso II und Futuro mit schwindelerregenden Bedeckungsziffern großen Einfluß. Beides waren Hengste mit viel Substanz und Volumen, gleichwohl aber abstammend von Furioso xx, einem der international besten Springpferdemacher seiner Zeit.
Alwin Schockemöhle, ebenfalls im Oldenburgischen wohnhaft, wollte noch eins draufsetzen und hatte den Furioso xx-Sohn Urioso angepachtet. Allerdings war er bereit, den wuchtigen Dunkelfuchs an den Holsteiner Verband unterzuverpachten. So fuhr eine Besichtigungskommission nach Frankeich, um Urioso zu begutachten und entdeckte dabei den noch jungen Cor de la Bryere.
Gewiß: Urioso kam nach Holstein, deckte aber nur zwei Saisons und bald sprach keiner mehr von ihm. Anders der dunkelbraune Remontehengst. Er startete einen Triumphzug durch Holstein wie vor und nach ihm noch kaum ein anderer Beschäler.
In allen deutschen Zuchten und natürlich auch international gewannen seine Nachkommen Einfluß. Mit den Hengsten Caletto I, II und III sowie Calypso I bis V schuf er bedeutende Bruderdynastien, die sich ihrerseits sowohl züchterisch wie auch sportlich bestens bewährten. Überregional haben vor allem in jüngster Zeit die gekörten Hengste Corrado I/F. Sloothaak (Deutscher Meister 1994) und Cordalme Z/G. Böckmann (Zweiter der German Classics 1994) im internationalen Spring-Business Aufsehen erregt.
1998 feierte Cor de la Bryère seinen 30. Geburtstag. Söhne, Enkel und Urenkel waren ihm zu Ehren eigens aus ganz Europa nach Elmshorn gereist. Auch die Cor de la Bryere-Töchter, darunter solche Superstuten wie Costa 5/Dr. Michael Rüping oder vor allem auch Cordeka, Vollschwester der Hengste Caletto I-III, mit Herbert Blöcker, machten sportlich Furore.
In bodenständigen, bäuerlichen Zuchten macht es mitunter auch der Name, wie der Hengst ankommt. Da nicht jeder der französischen Sprache mächtig war und sich in Anbetracht des recht langen Namen einen Knoten in die Zunge machen wollte, wurde aus Cor de la Bryere im Volksmund die Koseform Corde. Damit wußte und weiß bis heute jeder, wer gemeint ist.
mehr: www.horsemagazine.com/BREEDINGBARN/GREAT_STALLIONS/CORDELABRYERE/cordelabryere.html
Video: http://www.youtube.com/watch?v=Xx8O6A6mi1M

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